GEODACH

Vergabe des Elisabeth-Vogelbeerbaum-Preises

Am 15.05.2016 wurde erstmals der Elisabeth-Vogelbeerbaum-Preis für gute Fachschaftsarbeit vergeben. Dieser Preis soll eine Fachschaftenvertretung belohnen, welche sich durch ein hohes Engagement und Vielfalt in ihrer Arbeit ausgezeichnet hat. Mit der Vergabe der Auszeichnung einhergehend war die Vergabe eines Preisgeldes von 200€, welches freundlicherweise durch Prof. Dr. Klaus Kost zur Verfügung gestellt wurde.

Für den Preis beworben haben sich die Fachschaftenvertretungen folgender Universitäts-Standorte:

  • Augsburg
  • Dresden
  • Hannover
  • Leipzig
  • Marburg
  • Münster

Die Jury – bestehend aus fünf GeoDACH-Mitgliedern, dessen Standorte keine Bewerbungen abgegeben haben – hat die Bewerbungen eingesehen und dabei festgestellt, dass alle Fachschaftenvertretungen bei ihrer Bewerbung einen besonderen Fokus auf ihre Arbeit für und mit den Erstsemester-Studierenden gelegt haben. Jedoch war vor allem die Bewerbung der Fachschaftenvertretung aus Münster sehr aussagekräftig. Hervorzuheben dabei sind der „Tag der offenen Fachschaftssitzung“, bei welchem potentiell interessierte Studierende einen Einblick in eine Fachschaftssitzung und in die Fachschaftsarbeit gewinnen können, sowie die Idee der angestrebten Verwendung des Preisgeldes. Dieses soll im folgenden Herbst für die Erstsemesterwoche verwendet werden, damit keine Spenden der Erstsemester zur Deckung der anfälligen Kosten nötig sind und somit kein Nachteil für finanziell schlechter gestellte Studierende entsteht.

Die Vergabe des Elisabeth-Vogelbeerbaum-Preises sehen wir als GeoDACH-Vorstand als Erfolg an, die Fachschaftenvertretungen zu einer guten Fachschaftsarbeit zu motivieren. Für die nächste Auslobung streben wir ein Leitmotiv an, welches frühzeitig bekannt gegeben werden soll und die Fachschaftenvertretungen die Möglichkeit erhalten, für dieses Leitmotiv die Fachschaftsarbeit (wenn nötig) zu verbessern.

Im folgenden ist der Bewerbungstext der Gewinner zu lesen:

“Lieber Geo-DACH-Vorstand, liebe Jury,

Ich möchte mit diesem schriftlichen Statement die Fachschaft GeoLök aus Münster für den Elisabeth-Vogelbeerbaum-Preis nominieren. Grund für die Nominierung für diese prestigeträchtige Auszeichnung ist vor allem die Ersti-Arbeit, welche die Fachschaft GeoLök über Jahre hinweg leistete, leistet und mit dem ausgelobten Preisgeld auch weiterhin leisten möchte.

Die Fachschaft GeoLök organisiert zu jedem Wintersemester eine fünftägige Ersti-Woche mit durchschnittlich 350 Erstis aus den Studiengängen B.Sc. Geographie, B.Sc. Landschaftsökologie, ZFB Geographie, ZFB HRGe Geographie, sowie den Masterstudiengängen M.Sc. Humangeographie, M.Sc. Landschaftsökologie und M.Ed. Geographie, zu der die Erstsemester mit persönlichen Briefen per Post eingeladen werden. Die Ersti-Woche kann nur durch die großartige Teamarbeit aller 36 Fachschaftsmitglieder und der Kooperation mit der Fachschaft Geoinformatik in dieser Form durchgeführt werden. Programmpunkte sind unter anderem fundierte Studiengangberatung für alle Studiengänge, zwei Exkursionen, Kneipenabende, einen Brunch für alle Erstis und einen „Jahrmarkt der Möglichkeiten“, bei dem sich hochschulpolitische Gruppen und Vereinigungen, die sich für die Geographie oder Nachhaltigkeit engagieren, vorstellen können. Trotz allem lebt sie jedoch auch von der zahlenmäßig starken Beteiligung der Erstis. Positiv bewerten wir jedes Jahr aufs Neue, dass auch viele ZFB-Studis den Großteil der Woche bei uns verbringen, obwohl sie parallel andere Angebote ihres Zweitfaches wahrnehmen könnten.

Die Arbeit für die Erstis der geographischen und landschaftsökologischen Studiengänge erschöpft sich nicht nur in der Ersti-Woche, sondern auch in der Beratung, die vor allem in den ersten Wochen des Studiums entscheidende Hilfestellungen gibt. Ein breit aufgestellter Präsenzdienstplan bietet Ansprechpartner aller Studiengänge. Zudem schafft die Fachschaft durch Veranstaltungen wie die Geoparty, das Ersti-Wochenende und die Weihnachtsfeier eine Identifikation der Erstis mit unseren Studiengängen.

Das Ersti-Wochenende, auf das die Fachschaft GeoLök jedes Mal 70 unserer Erstis mitnehmen kann, ist das zweitgrößte der Universität Münster und ist jedes Jahr aufs neue ausgebucht. Die Fachschaftsarbeit erschöpft sich auf dem Wochenende nicht nur im Angebot der Vernetzung der Studierenden untereinander, sondern umfasst auch die Vermittlung von ökologischen, sowie physio- und humangeographischen Inhalten auf der „GeoLök-Rallye“. Das Wochenende dient natürlich ebenfalls dazu, den Erstis zu zeigen, dass Fachschaftsarbeit „mehr als nur Kaffee trinken und Altklausuren rausrücken“ ist.

Als neuer großer Erfolg hat sich der, am vergangenen Mittwoch erstmalig durchgeführte, „Tag der offenen Fachschaftssitzung“ erwiesen. Da wir in letzter Zeit bemerkten, dass die Thematiken für Einsteiger mitunter eine zu hohe Schwelle für den Einstieg in die Fachschaftsarbeit bedeuten, boten wir unter diesem Motto Erstsemestern und weiteren interessierten Studierenden die Möglichkeit, an einer „abgespeckten“ Fachschaftssitzung mit den Standard-TOP teilzunehmen, an der Themen mit größerem Diskussionsbedarf ausgelassen wurden. Zudem konnten sich die Erstis durch die Nachlese der Geo-Party sofort aktiv an einem für sie relevanten Thema beteiligen.

Zudem haben wir uns durch die, auf der BuFaTa in Erlangen gesammelten Anregungen in den letzten Wochen von den Studierenden evaluieren lassen. Hierunter waren auch sehr viele Erstis. Mit diesem gesammelten Feedback und weiteren, frei formulierten Antworten, können wir durch die Evaluation unsere Ersti-Arbeit noch ansprechender gestalten.

Neben der Ausrichtung der, aus unseren Augen hervorragend organisierten, letztjährigen Sommer-BuFaTa, der Entwicklung eines eigenen Logos für unsere Geo-Party, der aktiven Beteiligung an der Münsteraner Hochschulpolitik durch Stellen eines Senators aus den Reihen der Fachschaft und des stellvertretenden Vorsitzenden der Kommission für Lehre- und studentische Angelegenheiten der WWU Münster, empfinde ich die Ersti-Arbeit aus den oben genannten Gründen als besonders nominierenswerten Teil unserer Fachschaftsarbeit. Und möchte hiermit meine Nominierung für den Elisabeth-Vogelbeerbaum-Preis 2016 aussprechen.

Das Preisgeld in Höhe von 200 € möchten wir im Herbst in unsere Ersti-Arbeit investieren. Vorwiegend möchten wir damit unseren Brunch in der Ersti-Woche unterstützen, da die Veranstaltung nur durch Spenden der Erstsemester finanziell unterstützt wird und dies meist nicht ausreicht um die Kosten zu decken. Es ist uns ein großes Anliegen dass unsere komplette Ersti—Woche, kostenlos von allen Studierenden besucht werden kann und keine Nachteile für finanziell schlechter Gestellte entstehen.

Ich hoffe, dass ich die Gründe hierfür ausreichend darlegen konnte und verbleibe mit geographischen Grüßen aus Münster! Bei Rückfragen könnt ihr euch gerne an unsere Vertreter auf der BuFaTa in Potsdam-Golm wenden.”